Direktflock

Die Beflockung zählt zu den zuverlässigsten Veredelungsverfahren und zeichnet sich durch seine Langlebigkeit aus. Mit diesem Verfahren, bei dem mit Hilfe eines Applikators die Flockfasern auf das Textil geschossen werden, lassen sich einfache Motive mit einer hochwertigen Farbdeckung, Brillianz und weichem Warengriff darstellen.

Grundsätzlich lassen sich alle Textilfasern als Flockfaser verwenden, jedoch eignen sich Polyamid und Viskose am besten. Die Feinheit dieser Flockfasern bewegt sich zwischen 0,9 und 22 dtex. Je dünner und feiner das zu flockende Motiv ist, desto feiner sollte die Flockfaser gewählt werden. Bevor die Flockfasern auf das Textil aufgebracht werden, wird dieses ähnlich wie im Siebdruckverfahren mit einer Klebstoffschicht und einem Substrat vorbereitet. Anschließend werden die Flockfasern mit Hilfe eines Applikators auf das beschichtete Textil geschossen. Der Applikator ist ausgerüstet mit einer Kunsstoffkammer in der das Flockmaterial lagert und einem Sieb an der Öffnung, die ein unkontrolliertes Auftragen des Flocks vorbeugen. Während des Flockauftrags wird zwischen einer Metallplatte an der Öffnung des Applikators (Anode) und dem Klebstoff (Kathode) ein elektrostatisches Feld aufgebaut. Dieses stellt sicher, dass die Flockfasern senkrecht in dem Klebstoff angerichtet sind. Auf diese Weise wird die für den Flock charakteristische samtige Oberfläche erzeugt.

 

Um im Gebrauch eine ausgezeichnete Strapazierfähigkeit der Beflockung zu garantieren müssen Klebstoff, Substrat und Flockfaser optimal aufeinander abgestimmt sein. Anschließend wird der Flock auf dem Textil in einer Trockenkammer durch Einwirken von Wärme fixiert und der Restflock mit Hilfe von Düsen abgesaugt. Die Beflockung als Veredelungsverfahren erfreut sich in erster Linie im Sportbereich aufgrund der Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit größter Beliebtheit.